Lampert Hanspeter

Weingut Heidelberg
Beschreibung:
WINGERT

„Bereits im Rebberg wird der Grundstein für einen erlesenen, gut strukturierten Wein gelegt.“

Unsere Rebstöcke
Unsere Familie bewirtschaftet das Weingut Heidelberg bereits seit drei Generationen. Heute gehören mehr als fünf Hektar Rebberge mit etwa 28.000 Rebstöcken dazu. Zwei Drittel unserer Reben sind mehr als 20 Jahre, die ältesten über 45 Jahre alt. Der weitaus größte Teil unserer Rebstöcke gehört zur Sorte Pinot Noir (etwa 85%). Der Rest setzt sich aus Riesling-Silvaner, Chardonnay, Syrah, Cabernet-Sauvignon und Merlot zusammen. In den Reben verzichten wir größtenteils auf den Einsatz von Maschinen und setzen auf Handarbeit. Im Laufe eines Jahres sind an jedem einzelnen Rebstock etwa 18 bis 20 Arbeitsschritte nötig. Optimale Qualität erzielen wir durch konsequente Ertragsregulierung und kompromisslose Selektion. Das Ergebnis sind gesunde, süsse Trauben, in denen sich die sortentypischen Fruchtaromen der Rebe mit den steinigen und tiefgründigen Eigenschaften des Bündner Bodens vereinigen.

Boden und Klima
Unsere Rebberge liegen auf dem Schuttkegel des Maienfelder Hausberges Falknis (2560 m ü. M.). Der steinhaltige, schiefer- und kalkreiche Untergrund mit relativ hohem pH-Wert (7,5-8) ist bestens geeignet für das Wachstum der Pinot-Reben. Auch die relativ hohe Lage unserer Reben zwischen 530 und 650 m ü. M. spielt eine wichtige Rolle: Durch die niedrigen Temperaturen und die größeren Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht kommt es zu einer langsameren Reifung der Pinot-Trauben was sich optimal auf die Anreicherung feiner, sorten- und bodentypischer Fruchtaromen auswirkt. Vor allem im Herbst, kurz vor der Lese, rundet der Föhn unsere monatelangen, akribischen Bemühungen um ein hochwertiges Traubengut ab. Er verdunstet Wasser aus den Trauben, wodurch Mineralstoffe, Fruchtarmomen, Zucker und Säuren auf natürliche Weise aufkonzentriert werden. Häufig steigt der Zuckergehalt der Trauben in dieser Zeit um bis zu 15° Oechsle. Typisch für die Maienfelder Rebberge sind auch die hohen Steinmauern als Parzellenbegrenzungen. Sie bieten nicht nur einen Schutz vor allzu starken Winden sondern sorgen in ihrer Umgebung auch für ein spezielles Mikroklima. Vor allem Wärme liebende Rebsorten wie Syrah, Cabernet-Sauvignon finden in ihrer Nähe einen optimalen Standort.

Ökologie
Wir wollen Lebensräume für Nützlinge aller Art aktiv erhalten bzw. herstellen. Rings um unsere Rebberge kultivieren wir Hecken und bewachsene Steinwälle, die Insekten, Amphibien und Igeln Unterschlupf bieten. Auf unseren Rebflächen haben wir fast 100 Brutkästen für Vögel aufgestellt um den Singvögelbestand zu fördern. Gegen die typischen Krankheiten der Rebe (echter und falscher Mehltau, Graufäule der Trauben) wird sehr umweltbewusst nach ÖLN-Richtlinien vorgegangen. Schädlinge werden nach Möglichkeit biologisch bekämpft. Seit Sommer 2013 wird zum Beispiel der Traubenwickler nicht mehr chemisch sondern biologisch bekämpft. Dabei kommt eine Verwirrungstechnik mit Pheromonen zum Einsatz, die die Fortpflanzung des Schädlings unterbindet.

KELLER

„Als Winzer ist man im Keller einzig und allein der Traube verpflichtet und nicht irgendeinem vordergründigen Effekt.“

Traubenkelterung
Entscheidend für uns ist der besonders schonende Umgang mit dem Traubengut. Dies wirkt sich direkt auf das Geschmacksprofil und damit auf die Qualität des späteren Weines aus (zum Beispiel enthält er weniger grüne Tannine, das heisst Bitterstoffe). Der Einsatz von Maschinen bei der Lese oder Sortierung der Trauben kommt für uns daher nicht in Frage. Alle Arbeitsschritte werden in Handarbeit erledigt. Auch bei der Verarbeitung der Maische gewährleisten kurze Wege und der Verzicht auf unnötiges Umpumpen minimale mechanische Belastung für die frisch gelesenen Trauben. Durch extralange Standzeiten der Maische zwischen Abbeeren und Abpressen erreichen wir gut strukturierte, dichte Weine. Derzeit verlassen etwa 30.000 Flaschen im Jahr unseren Keller.

Weinausbau
Sämtliche Rotweine werden in Holzfässern, entweder im Großholzfass (Pinot Noir Classic und Pinot Noir Sélection) oder im kleinen Eichenholzfass (Barrique) ausgebaut. Bei den Weissweinen schließt sich nur beim Chardonnay Barrique eine Ausbauzeit an die Gärung an. Er verbleibt für zehn Monate im kleinen Eichenholzfass um ihm seine typische rauchige Note zu verleihen. Alle anderen Weissweine werden jung, beziehungsweise direkt nach ihrer Kelterung im Stahltank in Flaschen abgefüllt.

Stetige Qualitätskontrolle während der gesamten Ausbauphase, nicht nur durch Messen sondern vor allem durch Degustieren sind für uns das A und O bei der Weinherstellung.

Unsere Trauben werden zu vierzehn verschiedenen Weinsorten und Spezialitäten verarbeitet. Hinter jedem einzelnen Wein steht eine Kultur, die traditionelle und bewährte Kelterungsmethoden mit den neuesten Erkenntnissen der modernen Weintechnologie vereint. Die Trauben für den Strohwein werden zum Beispiel für sechs Wochen an der Sonne getrocknet bevor sie weiterverarbeitet werden.

Das Ergebnis sind vielschichtige, klar strukturierte Weine mit eindeutigem Bündner Charakter.
Kontaktdaten:
Adresse: Heidelberggässli 4
7306 Maienfeld
Arbeit +41 81 330 72 05
Fax, Arbeit +41 81 330 72 06
Mobile +41 79 610 55 23
E-Mail: info@weingut-heidelberg.ch
Homepage: www.weingut-heidelberg.ch

Sortiment

Lampert Hanspeter

Heidelberggässli 4

7306 Maienfeld

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